Kapitel I
Evidenz verstehen
Bevor man fragt, ob etwas wirkt, lohnt die Frage, woher wir das eigentlich wissen. Dieses Kapitel erklärt das Handwerkszeug der evidenzbasierten Medizin: wie Studien aufgebaut sind, wie man ihre Ergebnisse zusammenfasst, wie Leitlinien entstehen und wie man Zahlen liest, ohne sich blenden zu lassen.
Die Beiträge bauen lose aufeinander auf. Wer neu im Thema ist, beginnt am besten mit der Grundidee und den fünf Schritten. Begriffe zum Nachschlagen stehen im Glossar.
Alle Beiträge
Was ist evidenzbasierte Medizin?
Studienwissen, Erfahrung und persönliche Ziele – die drei Säulen, auf denen gute Gesundheitsentscheidungen stehen.
Die fünf Schritte: von der Frage zur Entscheidung
Vom PICO-Schema bis zur Erfolgskontrolle: wie aus einer vagen Sorge eine beantwortbare Frage wird.
Studientypen: welche Studie beantwortet welche Frage?
RCT, Kohorte, Fall-Kontrolle: was welcher Studientyp leisten kann – und wo er an Grenzen stößt.
Systematische Übersichtsarbeiten und Meta-Analysen
Wie aus vielen Einzelstudien ein Gesamtbild wird – und wie man ein Forest Plot liest.
Zahlen verstehen: relatives Risiko, absolutes Risiko, NNT
50 Prozent weniger – von wie viel auf wie viel? Ein Rechenkurs für Gesundheitsnachrichten.
Medizinische Leitlinien: was hinter S1, S2k und S3 steckt
Was die Stufen S1 bis S3 bedeuten, wer Leitlinien schreibt und wo es verständliche Patientenfassungen gibt.
Studien und Gesundheitswerbung kritisch lesen
Surrogatparameter, kombinierte Endpunkte, geschönte Grafiken – woran Sie überzeichnete Aussagen erkennen.
Gemeinsam entscheiden: wenn es mehr als eine gute Wahl gibt
Welche Fragen im Arztgespräch helfen und was Entscheidungshilfen leisten können.